
Grüner Lesetipp: Die geteilte Schuld – Yvonne Zitzmann
Buchempfehlung von Chris Kreis In Frankfurt an der Oder 1977 und in Berlin 2022 beginnt die Autorin die Geschichte von zwei Frauen zu erzählen, die in den verschiedenen gesellschaftlichen Systemen ihre Eigenständigkeit als moderne Frauen leben wollen. Die eine ist Autorin, die andere Kranführerin. Sie wollen etwas erreichen, etwas aus ihrem Leben machen. Es liest sich leicht und spannend. Dann tritt die große Liebe in ihre Leben, heftig und stark. Beide müssen viel verzichten und verzeihen, es wird viel geweint: aus Sehnsucht, aus Wut, aus der Erkenntnis heraus, dass ihre Vorstellungen von einer ‚richtigen Familie‘ nicht geteilt werden. Warten ist eines der Schlüsselwörter, Verzweiflung, Desillusionierung, Erschöpfung. Jetzt liest sich das Buch nicht mehr leicht, es wird tatsächlich schwer in meiner Hand. Y. Zitzmann beschreibt die Erschöpfung drastisch und verschränkt die beiden Handlungsstränge immer mehr ineinander. Nun wird es auch sehr spannend. Irgendwo fällt in einer Selbstreflektion das Wort ‚blauäugig‘ und




