GRÜNE UNNA

Grüne Fraktion bewertet Neubaugebiet in Unna-Lünern als Fehlentwicklung

Die Grünen Unna stellen die geplante Errichtung eines Neubaugebiets in Unna-Lünern deutlich in Frage. Die Fraktion begründet ihre ablehnende Haltung mit den folgenden fünf Punkten:

• Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen
• Umweltschäden
• überhastetes Verfahren
• am Bedarf vorbei
• unzureichende Infrastruktur im Dorf

Jede Versiegelung von Flächen hat ökologische Konsequenzen, die von einer Reduzierung der Artenvielfalt bis hin zu Problemen im Wasserhaushalt reichen. Doch die betreffende Fläche liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, grenzt darüber hinaus an einen geschützten Landschaftsbestandteil und ist somit herausgehoben schützenswert.

Des Weiteren kritisieren die Grünen Unna das überstürzte Verfahren, mit dem das Neubaugebiet im politischen Raum vorangetrieben wird. Claudia Keuchel, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Unna: „Ein solcher Entscheidungsprozess erfordert eine gründliche Prüfung und klare Kommunikation darüber, was überhaupt geplant ist. Neben diesem Aspekt steht grundsätzlich die Frage im Raum, welchen Wohnraumbedarf Unna hat.“

Eine so große Fläche im Vorgriff auf das Handlungskonzept Wohnen und das Baulandprogramm zu entwickeln, macht aus Sicht der Grünen Fraktion keinen Sinn. „Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass neuer Wohnraum verstärkt in anderen Stadtteilen benötigt wird und, dass ein Neubaugebiet diesen Ausmaßes den Bedarf in Lünern übersteigt. Unsere kommunalpolitische Aufgabe ist es dem Bedarf entsprechend zu planen und die dafür benötigten städtischen Kapazitäten in der Bauplanung zielgerichtet einzusetzen.“

Zudem ist die Infrastruktur in Unna-Lünern nicht ausreichend für ein weiteres großes Neubaugebiet dimensioniert. Ronja Kossack, stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität mahnt vor maßloser Bebauung: „Es droht eine Verkehrsüberlastung durch fehlende Anbindung des ÖPNV und ein starker Anstieg von motorisiertem Individualverkehr. Auch die Kapazität der öffentlichen Einrichtungen im Dorf wie Kita und Grundschule könnten durch starken Zuzug in kurzer Zeit überschritten werden.“

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