GRÜNE UNNA

Vortrag über Klimawandel in Bangladesch

Bangladeschs Deltaregion besteht aus riesigen Mangrovenwäldern und landwirtschaftlicher Fläche, die einen großen Teil der 150 Millionen Bewohner des asiatischen Landes ernährt. Doch der Meeresspiegel steigt stetig und verschlingt so den Lebensraum der dort lebenden Menschen und Tiere. Millionen Bauern sind zur Flucht in die Armenviertel der Hauptstadt Dhaka gezwungen.
Der Süden Bangladeschs ist ein Beispiel für viele Regionen, die wegen des Klimawandels unbewohnbar werden. Dürre, Überschwemmungen und Tropenstürme treiben immer mehr Menschen auf der Welt in die Klimaflucht. Um die drohende humanitäre Katastrophe abzuwenden, müssen Projekte geschaffen werden, die die Anpassung an klimatische Veränderungen fördern. Diese Prozesse sind nicht nur entscheidend für die Zukunft der Menschen in den betroffenen Gemeinden. Sie betreffen auch die Staatengemeinschaft, die bei der Klimakonferenz in Paris im Dezember zusammenkommt. In der Diskussion um die globale Klimagerechtigkeit müssen sich besonders die Industrienationen die Frage stellen, welche Verantwortung sie für die Klimaflüchtlinge tragen.
Für ihre Masterarbeit stellte sich Lara Eckstein die Frage, wie lokale, nationale und globale Akteure die Bevölkerung vor Ort und ihre Bedürfnisse in diese notwendigen Prozesse einbeziehen kann. Dafür besuchte sie unterschiedliche Anpassungsprojekte in Bangladesch und führte Interviews mit Regierungsvertretern, Mitarbeitern von internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen und mit Gemeindemitgliedern.
Am Mittwoch, dem 2. September stellt Lara Eckstein im Grünen Salon die Kernergebnisse ihrer Arbeit Gemeindebasierte Anpassungsprojekte in Bangladesch und ihre globalen Implikationen vor. Interessierte sind herzlich eingeladen, ab 19.00 Uhr im SpontUn (Wasserstr. 13) mitzudiskutieren.
Lara Eckstein, Jahrgang 1990, studierte Journalismus an der TU Dortmund. Für ihre Masterarbeit am Institut für Peace and Security Studies der Universität Hamburg war sie Gastwissenschaftlerin am International Centre für Climate Change and Development in Dhaka, Bangladesch.

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