GRÜNE UNNA

Grüne geben nachhaltigem Gewerbe den Vorzug

Keine Mehrheit für Hochregallager an der Provinzialstraße

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Kreisstadt Unna hat im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität am 7. Februar erneut gegen die Errichtung eines Hochregallagers an der B1 / Höhe Provinzialstraße gestimmt. Nachdem in einer Ratssitzung im letzten Jahr zwar die Einleitung eines Verfahrens nicht abgelehnt wurde, fand der Beschluss zum erforderlichen Aufstellungsbeschluss keine Mehrheit.

Für die Grüne Fraktion passt die Ansiedlung nicht in eine nachhaltige Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Unna, der den ökologischen und ökonomischen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird. Damit schließt sich die Grüne Fraktion den Argumenten der Unnaer Stadtverwaltung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Unna an.

Wie außerdem zuletzt von NABU und BUND in einer Stellungnahme zurecht kritisiert wurde, werden immer noch zu viele Flächen in Unna versiegelt – mit den bekannten Folgen für die Umwelt. Fraktionsvorsitzende Claudia Keuchel, warnt vor unbedachtem Flächenverbrauch: „In Zeiten knapper Ressourcen müssen wir priorisieren, welche Ansiedlungen unsere Stadt wirtschaftlich nachhaltig entwickeln und wer sich in Unna nur ansiedeln möchte, um vor allem die verkehrsgünstige Infrastruktur abnutzen zu wollen. Wenn wir innovativen kleinen und mittelgroßen Unternehmen eine Entwicklungsperspektive bieten möchten, dann können wir uns den Ausverkauf wertvoller Gewerbeflächen nicht leisten.“

In dem Zusammenanhang verweist die Grüne Fraktion auf den Regionalplan des RVR, der überhaupt nur noch eine begrenzte Fläche in Unna vorsieht.

Dr. Ronja Kossack, stellv. Vorsitzende im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität ergänzt: „Ein Teil der von Höffner versprochenen Arbeitsplätze wird zeitnah der Automatisierung zum Opfer fallen, so wie es in der gesamten Branche zu beobachten ist. In einem 44 Meter hohen Hochregallager, welches eine massive Flächenversiegelung und eine beachtliche Verkehrsbelastung mit sich bringen wird, sieht die Fraktion daher keine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer Stadt.“

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