GRÜNE UNNA

Bebauungsvorhaben Klopstockstraße gekippt, grünes Licht für Bebauung am Kissenkamp

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat heute im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität gemeinsam mit der CDU-Fraktion das Bebauungsvorhaben Klopstockstraße gekippt, da es ökologisch und sozial nicht überzeugen konnte. Ein Investor hatte den Bau von über 110 Wohneinheiten im Landschaftsschutzgebiet östlich der Klopstockstraße geplant. Dem Bauvorhaben wäre auch eine besonders geschützte aufgelassene Obstwiese zum Opfer gefallen. Zusätzlich zu diesen ökologischen Aspekten stand das Projekt auch sozial und städtebaulich in der Kritik: Den Abschluss des Baugebiets zur B1 hin sollte ein langgezogener, überwiegend 4-geschossiger Wohnblock bilden. „Es steht zu befürchten, dass hier sozial geförderter Wohnraum als ‚Riegel’ gegen den Verkehrslärm der B1 missbraucht werden soll“, so Sandro Wiggerich, der als stellvertretender Ausschussvorsitzender die Ablehnung der Grünen-Fraktion begründete. Die rund 170 über das Gebiet verstreuten Pkw-Stellplätze hätten für das ruhige Wohngebiet an der Klopstockstraße eine völlige Überlastung bedeutet. Auch die anderen Fraktionen stimmten gegen den Antrag, lediglich SPD und WfU stimmten dafür. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der CDU und anderen politischen Partnern ein Zeichen für moderne, soziale, ökologische und klimagerechte Stadtentwicklung gesetzt zu haben.“ Ein gelungenes Beispiel für eine solche moderne Stadtentwicklung sind die Pläne für 70 Wohneinheiten am Kissenkamp, wie Architektin Ines Nieders-Mollik für die Fraktion ausführte. Für dieses Vorhaben leitete der Ausschuss mit den Stimmen der Grünen das Bebauungsplanverfahren ein.

Teilen:

Facebook
Twitter
WhatsApp

Weitere Beiträge

Grün wirkt anziehend

Die Natur zeigt früh üppige Frühlingsgefühle. Die Frühblüher geben den Nest- und Wabenbauenden Vögeln und Insekten Kraft. Hoffnung keimt. Mit der 9. Grünen Pflanzentauschbörse wollen wir am 28. März von

Erleuchtung für Verbieter

Beim Beradeln unseres schönen Landes kann man erfreut feststellen, dass mehr als die Hälfte der Fußgängerzonen nachts Radfahren erlauben. In den 90ern hatte Unna als eine der ersten Städte die

Erleuchtete Iran-Solidarität

Während sich in München 250.000 Menschen für Menschenrechte und Demokratie im Iran am Welttag zur Solidarität mit dem iranischen Volk versammelten, zeigten bei Fastfrost in Unna gut 25 Bürger*innen ihre

Grün macht braunen Dreck einfach weg

Unnas Gelegenheitsnazis lieben das Bekleben der Spiegel, die an gefährdenden Kurven Radwege sichern helfen. Statt aufwändig die Stadtbetriebe teuer einzuschalten, machen Grüne, hier Ratsmitglied Michael Griesohn, den Dreck selbst weg.