Thomas Heer (Klimaschutzmanager der Stadt Unna) und Uta Wippermann-Wegener (Verbraucherberatung Unna) führten am 5.8. durch Unna, um positive Beispiele der Klimaanpassung und des Klimaschutzes zu zeigen. Grüne Mitglieder waren neugierige Teilnehmer*innen. Die frisch aufgebaute Sprühnebel-Anlage zur Kühlung in der Nähe des Rathauses, welche bei Passanten schon jetzt gut ankommt, wurde als erstes gezeigt, Der beachtliche Prototyp wurde von einer Kamener Metallbaufirma entwickelt. Innovativer Umweltschutz kann also auch Arbeitsplätze schaffen.
Danach stellte die Managerin für Nachhaltigkeit der Sparkasse, den angelegten kleinen “Wald” vor der Sparkasse vor, der zu mehr Aufenthaltsqualität führt und betont, dass er erfreulicherweise länger als geplant stehen bleiben kann und die Pflanzen weiter verschenkt werden, um dauerhaft zu mehr “grün” in Unna beizutragen. Das Klimabeet der Volksbank, ein begrünter Vorgarten, der bei einer groben Messung 25° C Temperatur betrug im Vergleich zu einem Vordach mit einer Temperatur von 50°C, und eine Efeu-berankte Hauswand mit Pflanzgittern zum Schutz der Fassade wurden als nächstes gezeigt.




Zur Verbesserung der Wasserversorgung trotz Dürre wurde bei neu gepflanzten Straßenbäumen ausgekoffert, Mineralwolle um die Pflanzstelle verarbeitet und besondere Substrate als Boden genommen. Auf die unterschiedlichen Versickerungsmöglichkeiten von Pflasterungen, die kühlende Wirkung von Bäumen oder auch hohen Sträuchern wurde hingewiesen und man konnte es auch am eigenem Körper spüren. Zur Besichtigung positiver Beispiele zur Entsiegelung ging man am Platz am Morgentor und am im Bau befindlichen Minette-Pötter-Park vorbei. Die Trinkwasserstelle am Anfang der Wasserstraße und die Wasserspiele vor der Stadtkirche, die gerade auch von Kindern zur Abkühlung genutzt werden, wurden ebenfalls erkundet.
Fazit: Es gibt bereits einige positive Beispiele in der doch leider noch dominierenden “Steinwüste” der Innenstadt.


Text und Fotos: Dr. Ulla Kreppein



