GRÜNE UNNA

Vor 40 Jahren schreckte Tschornobyl auch Unna auf

Im Hellweger berichten heute Redaktionsmitglieder über ihre Erinerungen an die Reaktorkatastrophe von Tschornobyl (wir verwenden die ukrainische Schreibweise). Fotograf Stefan Milk erinnert sich an einen Politiker der öffentlich gefahrenverachtend frische Milch trank. Beim Blättern in den Zeitungsordnern im Stadtarchiv findet man den damaligen CDU-Bundestagskandidaten Richard Heinzel als Gefährder.

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Grüne setzten dagegen Aufklärung  über akute und langfristige Gefahren. Unser Kreistagsmitglied Dr. Michael Karger, späterer Physikprofessor, klärte auf verschiedenen Veranstaltungen und in Artikeln auf. Bei einer Veranstaltung im Hellwegmuseum kamen mehr als 200 Menschen, so dass die Versammlung nach draussen verlegt werden mußte.

Die Katastrophe stieß aber auch Besinnung über die eigenen Atomgefährder an. Zusammen mit diversen Umweltgruppen und Ökobauern blockierten zahreiche Unnaer Grüne den Hammer THTR, dessen Betreiber während der Blockade die Verstrahlung durch einen eigenen Störfall vertuschen wollten, was dann die Empörung vorantrieb. Das Milliardengrab THTR-Hamm wurde früher als andere Reaktoren abgeschaltet.

Die Abschaltung aller Gefahrenmeiler wurde seitdem gefordert und wurde eine Achse für Rot-Grün in Deutschland. Nachdem die CDU nach ihrem Ausstieg aus dem Ausstieg nach Fukoshima zur Besinnung kam, schien das Kapitel bis zur Endlagerfrage geklärt. Aber …

Übrigens wurde in Unna auch viel Hilfe für verstrahlte Kinder aus der Region organisiert. Ferienaufenthalte wurden organisiert. Es gab auch Gastelternbesuche in Minsk, bis der belarussische Diktator Lukaschenko auch das verbot.

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