Kommunales

Keine Scheindiskussion im Schatten der Haushaltssperre

 Unser Stadtkämmerer sieht durch Mehrbelastungen im Haushalt die uns vorgeschriebene schwarze Null im Jahr 2020 gefährdet. Als Mitglieder des Stadtrates sind wir daher nun alle dazu verpflichtet Überlegungen zu treffen, wie dies noch zu erreichen ist.

Einen ersten Aufschlag von Klaus Göldner (FLU) konnte man u.a. in der Ausgabe des Hellweger Anzeiger vom 24. Juni nachlesen. Dort stellte Klaus Göldner den bereits demokratisch beschlossenen Neubau der städtischen Unterkunft an der Kamener Straße in Frage. Wir stellen uns außerdem die Frage, wie verlässlich ein Rat noch arbeiten kann, wenn die Halbwertszeiten von Ratsbeschlüssen immer weiter gesenkt wird.

Nun möchten wir Herrn Göldner nicht absprechen, dass er sich um die Haushaltslage der Stadt sorgt, auch nicht, dass er als langjähriges Mitglied des Stadtrates weiß, dass es sich hierbei um eine Pflichtaufgabe handelt, welche die Kommune auf, die eine oder andere Weise durchführen muss. Würde man Herrn Göldners Forderung folgen, kämen auf uns die Sanierung von Altstandorten zu. Auch diese Kosten Geld! Und sozialer Wohnungsbau entstünde dadurch nicht.

Mit diesem Wissen das ganze Vorhaben des Neubaus zur Disposition zu stellen, kann man lediglich als populistischen Versuch werten, einen Sündenbock für die aktuelle finanzielle Lage zu suchen.

Aber nicht nur die finanzielle Lage unserer Stadt ist zurzeit angespannt. Auch der Wohnungsmarkt und die Mietpreise sind wie vielerorts ebenfalls ein Problemfall, den man nicht weiter ignorieren kann. Viel zu zögerlich wird das selbst auferlegte Ziel der Stadt von einem 25 prozentigen Anteil an sozialem Wohnungsbau angegangen.

 Eine der wenigen Maßnahmen für bezahlbaren Wohnungsraum jetzt mit einem Schnellschuss wieder rückgängig machen zu wollen, zeugt nicht nur von fehlender Weitsicht, sondern auch von einem fehlenden Verständnis von Demokratie.  

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Rotphase für den Klimaschutz

Die Zeitungen sind voll von Meldungen, dass nun endlich etwas getan werden muss, um Klimaschutzziele einhalten zu können, auf die sich unsere Bundesrepublik vertraglich verpflichtet hat. Nicht nur in Berlin, auch in Unna wird weiterhin vieles dafür getan, dass wir diese Versprechungen verfehlen. Wenn sich etwas ändert, dann lediglich zum Nachteil.

Jüngstes Beispiel ist die provisorische Ampel, die nun dauerhaft am Kreishauskreisel installiert werden soll. Das Ergebnis ist für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr ernüchternd. Die Staus für den Autoverkehr verringern sich gerade mal um 8 % Prozent, dafür müssen nun alle Menschen, die sich umweltfreundlich fortbewegen, Wartezeiten in der prallen Sonne oder im strömenden Regen in Kauf nehmen. Diese Ampel ist kein Beitrag zum Klimaschutz, sondern dient dem Autoschutz in Unna. Die Leistungsfähigkeit des Kreisels für Autos wurde erhöht. Damit werden sich dann noch mehr Autos und vor allem Lastwagen durch die Stadt quälen.

Schlimmer noch, die leicht verkürzte Wartezeit für den Autoverkehr wird nun als Argument genutzt werden, um die kommende Verkehrsbelastung durch den Neubau der Mühle Bremme -mit einem Parkplatz für über 300 Fahrzeuge – zu rechtfertigen. Der vermeintliche Vorteil würde damit konterkariert und die Staus mindestens so lang wie vorher werden.

Die Abschaffung der Baumschutzsatzung, das vehemente Fordern der OW3A-Umgehungsstraße parallel zur Autobahn, Industriegebiete ohne Photovoltaik auf den Dächern, geplante Flächenversieglung von Grünbiotopen in Massen – die Liste ist lang. Überall könnte mehr getan werden – oder wenigstens weniger kaputt gemacht werden. Nach dem Klimaschutzkonzept der Kreisstadt Unna, welches 2012 einstimmig von allen Fraktionen beschlossen wurde, haben alle diese Maßnahmen einen gegenteiligen Effekt. Warum orientieren wir uns nicht an unseren eigenen Beschlüssen und den Erkenntnissen der Wissenschaft? Auch Großprojekte müssen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit und der aktuellen Sachlage geprüft werden.

Die Zeit ist reif für wirklichen Klima- und Umweltschutz in Unna. Wir haben viele Ideen, wie man diesen Zielen näherkommt. Wir müssen über autofreie Innenstadt sprechen, neue Radwege bauen, erneuerbare Energien fördern und den ÖPNV attraktiver machen.

Wir sind der Meinung, dass wir nur gemeinsam etwas Großes bewegen können – daher rufen wir alle Bürger*Innen, Akteur*Innen und Fraktionen dieser Stadt auf: Lasst uns gemeinsam einen Weg einschlagen. Es gibt viel zu tun und wir alle können etwas dazu beitragen.

 

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Gemeinsame Erklärung der politischen Jugendorganisationen der Kreisstadt Unna

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Unna,
bald ist es soweit, am 26.05.19 wird wieder gewählt: Die Europawahl steht an. Dieses Jahr ist sie aus unserer Sicht wichtiger denn je, schließlich geht es darum, ob wir das Feld in Brüssel den Populisten, Nationalisten und Anti-Europäern oder doch den demokratischen, pro-europäischen Kräften überlassen.

Am selben Tag steht für uns in Unna eine weitere Abstimmung an:
Durch das von dem Verein „UNNA.braucht.EIS“ initiierte Bürgerbegehren kommt es am 26.05. zum Bürgerentscheid darüber, ob Unna die Eishalle weiter aufrechterhalten soll. Dafür hat der Verein auch ein Betreiberkonzept entwickelt, in dem die Sanierungskosten, die Finanzierung dieser sowie mögliche Betriebsgewinne kalkuliert und hochgerechnet sind.
Engagement der Bürger ist wichtig! Hier sollten aber Zahlen und Fakten beachtet werden. Als Jugendorganisationen schätzen wir starke Beteiligung von Bürgern in politischen Belangen! Es belebt das Stadtleben und zeigt, dass Demokratie mehr sein kann, als alle paar Jahre einen Wahlzettel auszufüllen.

Zu einer Demokratie gehört aber eben auch der Streit durch unterschiedliche Ansichten: Wir, als Jugendorganisationen sprechen uns gegen die Bürgerinitiative und somit gegen die Eishalle aus. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Der offensichtlichste Grund ist das Haushaltsdefizit unserer Stadt, welches trotz einiger Sparmaßnahmen in den letzten Jahren nicht geschlossen werden konnte. Mittlerweile ist Unna durch das Land NRW verpflichtet, keine weiteren Schulden zu machen und die vorhandenen Schulden schnellstens abzubauen. Dies wird in der öffentlichen Debatte um die Eishalle kaum thematisiert. Ein Erhalt hätte unter anderem eine erhebliche Erhöhung der Grundsteuer B zur Folge, welche jeden Bürger dieser Stadt erheblich trifft. Alle Bürger müssten mehr zahlen, obwohl nur wenige das Angebot nutzen. Allen muss bewusst werden, dass die Stadt Unna in Zukunft nicht darum kommt, schwarze Zahlen zu schreiben und auf soliden finanziellen Beinen zu stehen. Trotzdem ist es uns gerade als Vertreter der Unnaer Jugend ebenso wichtig, dass Angebote für Jugendliche in der Stadt bestehen und ausgebaut werden.

Bei begrenztem Budget ist es wichtig, effektive Lösungen zu schaffen, die für eine große Gruppe an Jugendlichen attraktiv ist und gleichzeitig langfristig aufrecht erhaltbar ist. Unserer Ansicht nach erfüllt die Eissporthalle, in Anbetracht der hohen Kosten, diese
Kriterien nicht. Wir befürchten, dass ein Ja für die Eissporthalle bedeuten wird, dass wir in den nächsten Jahren kaum Geld für andere Jugendmöglichkeiten haben werden. Andere Projekte müssten wortwörtlich auf Eis gelegt werden!

Klima retten? Erst nach der Eishalle?!

Auch sehen wir aus ökologischen Gründen keine Zukunft für die Eishalle. Die Halle ist trotz aller energetischer Maßnahmen ökologisch nicht haltbar. Das ganzjährige Herunterkühlen der Halle ist aufwendig und definitiv nicht gut für das Klima. Die Eishalle in Unna ist auch in ihrer Größe und Höhe unangemessen. Die Deckenhöhe und Bauweise sind absolut veraltet und unwirtschaftlich. Europaweit gehen Jugendliche Freitags für das Klima auf die Straße – auch in den Kommunen müssen wir unser Handeln nach ökologischen Gesichtspunkten bewerten. Der Erhalt der Eissporthalle entspricht diesen Maßstäben nicht. Insbesondere kein ganzjähriger Betrieb. Selbst die Stadt Münster, die finanziell wesentlich besser aufgestellt ist und auch größer ist, musste den Schritt der Schließung ihrer Eishalle schon gehen. Gelder wurden frei und viele Investitionen wie zum Beispiel für sozialen Wohnbau konnten getätigt werden. Die Fehler, die nun letztendlich zur Schließung führen sind hausgemacht. Bereits vor 5 Jahren wurde vereinbart die Halle zu schließen. Damals gab es keinen vergleichbaren Protest. Dort wäre allerdings die Chance gewesen mit weniger Aufwand die Halle längerfristig zu erhalten. Die Fehler, die gemacht wurden, liegen weiter zurück. Wir als politische Jugendorganisationen sehen den Umgang des Rates mit der Bürger Initiative kritisch.

Während des Prozesses hätte der Rat enger mit allen Beteiligten zusammenarbeiten müssen. Es wurden nicht alle Akteure mitgenommen. Schlussendlich kann man die Fehler und die Verantwortung überall suchen. Nun liegt es aber an uns eine Entscheidung zu treffen, die zum einen die Problematik der Verschuldung der Stadt aufgreift, zum anderen neue Wege aufzeigt, um Jugendlichen in Unna Räume zu bieten.

Ein Ja zur Eishalle ist ein Nein zu Schulen und zu vielfältigen anderen Projekten. Bei begrenztem Geld wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir am effektivsten Räume für Kinder und Jugendliche schaffen können. Eine stärkere Investition in die Schulen Unnas, damit Schüler dort nicht nur einen Ort zum Lernen, sondern nachmittags auch einen Ort zum Leben finden können, halten wir für sehr sinnvoll. Sollte der Bürgerentscheid zu Gunsten der Halle ausgehen, so können wir bereits heute festhalten, dass Schulen, Kindergärten und weitere Freizeitangebote für Jugendliche
nicht realisiert werden können, weil das Geld dafür nicht da sein wird. Wir sehen die dringende Notwendigkeit für Orte, an denen Jugendliche Zeit verbringenkönnen, auch ohne feste Zeiten und Vereinsmitgliedschaft, deswegen ist es zwingend notwendig Alternativen zu finden. Dazu braucht es die Beteiligung der Unnaer Jugend! Daher wollen wir in naher Zukunft den Jugendrat wieder aufleben lassen! Anders als zuvor soll dort jeder teilnehmen können und ein Rederecht bekommen. So wollen wir herausfinden, was wirklich gewollt ist. Gemeinsam wollen wir diese Forderungen durchsetzen und dafür kämpfen, dass Alternativen geschaffen werden.

Am 26.05.2019 empfehlen wir daher mit NEIN zu stimmen – und gemeinsam, auch mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020, zusammen zu arbeiten, um diese Stadt für Jugendliche lebenswert zu machen! Dabei möchten wir mit gutem Beispiel voran gehen und uns weiter für unsere Stadt engagieren!

Unna, den 20.05.2019

Junge Liberale Unna | JUSOS Unna | Grüne Jugend Unna | Junge Union Unna

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Zur Abwesenheitswahl, WBU & Bürgermeister*Innenwahl

Zurzeit werden viele Diskussionen gleichzeitig geführt. Noch dazu müssen sie in einem außergewöhnlichen Detailgrad begleitet werden, um die richtige Entscheidung zu treffen. Da kann es schon mal vorkommen, dass gewisse Beschlüsse auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar für Außenstehende sind. Weil wir Grünen es uns zum Ziel gemacht haben, transparent zu agieren, dem Klüngel den Kampf anzusagen und der Stadt Bestes zu suchen, erklären wir nachfolgend einige Details, betreffend unsere Entscheidungen in der kürzlichen Vergangenheit und unsere Motivation hinter den Abstimmungen.

In der Ratssitzung am 4. April 2019 kam es zu Irritationen. In der Vorlage 1495/19 hat Bürgermeister Werner Kolter vorgeschlagen, Kerstin Heidler als 1. Abwesenheitsvertretung des Bürgermeisters zu wählen. Dies ist tatsächlich angezeigt, da mit Karl Mölle und danach auch Uwe Kutter die bisherigen Vertreter des BM ausgeschieden sind.  Der Bürgermeister begründete seinen Vorschlag damit, die Reihenfolge ergäbe sich durch die Dauer der Dienstzeit im Verwaltungsvorstand. Da Dirk Wigant und Jens Toschläger nur wenige Wochen bzw. wenige Tage im Amt sind, war für ihn Frau Heidler die erste Wahl.

Unsere Fraktion hat sehr lange überlegt, ob das wirklich der richtige Schritt ist. Kerstin Heidler ist mit ihren derzeitigen Ressorts nach Fraktionsauffassung bereits ausgelastet, daher macht es wenig Sinn ihr noch weitere formelle Aufgaben zuzuteilen. Die CDU hat Dirk Wigant favorisiert, logischerweise nicht aus grünen Gründen, sondern um „ihren“ Beigeordneten weiter nach vorne zu platzieren. Die grüne Fraktion hat sich für Dirk Wigant entschieden, weil er immerhin lange Verwaltungserfahrung als 1. Beigeordneter der Stadt Steinfurt und als Kreisdezernent besitzt und eine Abwesenheitsvertretung sicher noch schafft und sowohl von CDU und SPD seinerzeit vor seiner Berufung als besonders fähiger Verwaltungsfachmann benannt. In der Lokalpresse wurde dann darüber gerätselt, warum die Grünen auf einmal gemeinsame Sache mit der CDU machen. Die oben genannten Gründe haben uns zu dieser Entscheidung geführt. Die grüne Intention war nicht als personalpolitische Komponente gegen die Beigeordnete Kerstin Heidler persönlich gerichtet. Vielmehr sehen wir diese Entscheidung als Entlastung ihrer Person.

Die Presse hat auch einen Bericht über die Sitzung des Aufsichtsrats der Wirtschaftsbetriebe Unna und der gestrigen Gesellschafterversammlung veröffentlicht. Hier erwähnt die Zeitung ähnliche Problematiken im Abstimmungsverhalten wie im Rat. Jedoch sind beide erwähnten Sitzungen nichtöffentlich gewesen, daher dürfen wir hier keine Stellung beziehen.

In einem weiteren Artikel wurde geschrieben, dass wir Grüne uns bereits intern auf eine*n Bürgermeisterkandidat*in geeinigt haben, obgleich im Satz davor Charlotte Kunert zitiert wird, dass ein*e potenzielle*r Kandidat*in von der Mitgliederversammlung gewählt werden muss. Auf der letzten Mitgliederversammlung haben wir dazu aufgerufen, Menschen zu finden die für die Wahl geeignet sein könnten. Auf dieser Suche befinden wir uns und es wurden bereits Gespräche geführt und wir haben auch teilweise interessierte Rückmeldungen bekommen. Jedoch sind wir weit weg davon, uns bereits festgelegt zu haben.

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Parken im Stadtgarten: CDU-Idee ist Zumutung für Umwelt, Politik und Verwaltung

Auf vollständige Ablehnung stößt bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Kreisstadt Unna der jüngste Antrag der CDU-Ratsfraktion, den Stadtgarten ab dem neuen Platz am Morgentor entlang des Verkehrsrings für das Parken freizugeben. Der Prüfauftrag ist in seiner Zielsetzung abwegig und die Beschäftigung damit eine Zumutung für die unter Personalnot leidende Planungsverwaltung, wie auch die zuständigen Ausschüsse. Die CDU konterkariert damit in erschreckender Weise den kommunalen Klimaschutz. Nicht mehr, sondern weniger Autos in der Innenstadt ist das Ziel grüner Verkehrspolitik in Unna und erst recht nicht das Parken unter schattenspendenden Bäumen. Bisher war man in der grünen Ratsfraktion auch immer davon ausgegangen, dass dies, jedenfalls in Ansätzen, auch von anderen Fraktionen so gesehen wird.

Dass durch die neue CDU-Idee, die angeblich 26 innenstadtnahe Parkplätze schaffen soll, der bestehende Baumbestand nicht angetastet wird, ist aus grüner Sicht Augenwischerei. Das Gegenteil ist der Fall. Der Boden wird dabei so stark verfestigt, dass die Wurzeln Schaden nehmen und die Bäume absterben können.

Aber vielleicht sei das genau gewünscht, mutmaßen die Grünen. Die grüne Ratsfraktion hat den Verdacht, dass es den Christdemokraten weniger ums Parken geht, sondern um die Vertreibung der in diesem Bereich oftmals anzutreffenden sogenannten „Trinkerszene“. Das Areal ist für das Klientel mit parkenden Autos und schlimmstenfalls nach Absterben der Bäume weniger einladend. Wenn es der CDU ernsthaft um eine Lösung für die „Trinkerszene“ gelegen ist, hätte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Meyer in ihrer Funktion als Vorsitzende des zuständigen Ausschusses für Soziales und Senioren jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten. Der Umweg, sich über die Verkehrsplanung des Themas zuzuwenden, ist, wenn die Vermutung stimmt, nach Auffassung der grünen Ratsfraktion perfide.

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Stellungnahme zum Beteiligungsverfahren Regionalplan Ruhr

Die Kreisstadt Unna äußert sich mit einer Stellungnahme in der Vorlage 1437/19 zur Aufstellung des Regionalplans Ruhr. Trotz überwiegend zustimmungsfähiger Aussagen wird die Fraktion gegen die Stellungnahme insgesamt stimmen, da sie untragbare Standpunkte zum Thema Flughafen / Schulneubau und Westtangente enthält.

Zu Punk 18: Die Fraktion lehnt den Neubau der Hellweg Realschule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbadgeländes ab. Tausende Kinder werden über mehrere Dekaden schädlichem Fluglärm ausgesetzt. Im Entwurf des Regionalplans ist unter Punkt 6.6-2 die Rede vom dringenden Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm.
Wir kritisieren zugleich die angedachte Änderung im Regionalplan, das Gelände als Grünwiese zu deklarieren. Hiermit werden einer Erweiterung des Flughafens weiter Argumente geliefert.
Zu Punkt 23: Die Fraktion lehnt jegliches Vorantreiben von Planungen bezüglich der Umgehungsstraße l663n (Westtangente) ab. Eine Entlastung der innerstädtischen Verkehrssituation durch diese Umgehungsstraße ist weder bewiesen noch ersichtlich.
Es führt zwangsläufig zu noch mehr Verkehr sowie Flächenversiegelung und behindert durch Ressourcenbindung den zwingend notwendigen Ausbau von ÖPNV und Radverkehrsnetz.

Die Formulierung der Kreisstadt Unna, dem Ausbauwillen des Flughafen Dortmunds vollumfänglich zu widersprechen, begrüßt die Fraktion ausdrücklich. Wir sprechen uns seit langem für einen vollständigen Rückbau des Flughafen Dortmunds aus, da er sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch katastrophale Auswirkungen erzeugt.

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Grün ist die Hoffnung – nach dem Neujahrsempfang noch hoffnungsvoller

Mit 173 Besucher*innen war der Grüne Neujahrsempfang der bisher bestbesuchte. Und das, obwohl der Grüne Sympathie-Verteiler aus Datenschutzgesetzestreue weitgehend gelöscht wurde. Die Neugierde auf Grün war groß, erfreulicherweise auch bei den Besinnlichen in Unnas GroKo-Parteien und der Verwaltung, aber vor allem in vielen Initiativen unserer Stadt.

Gudrun Bürhaus, Unnas Grüne Sprecherin, schlug in ihrer launigen Begrüßungsrede  den Bogen von der Grünen Enttäuschung, dass Ihre Klimakatastrophenprognosen durch die Wirklichkeit dramatsich übertroffen würden, bis zur Herausforderung der Politik Medienmündigkeit zu erreichen, zu praktizieren und im Bildungssystem zu verankern. „Der letzte Döspaddel kann den größten Quatsch tausendfach verbreiten, das Netz intelligent zu nutzen und die Informationen qualifiziert einzuordnen, kann sehr anspruchsvoll sein.

Charlottes Kunerts Rede wünschte mehr Mut gegen die phantasielose GroKo-Politik und Parteibuch-Pöstchen-Besetzerei. Angesichts verfahrener Projekte wie Bremme Mühle, Kreishauskreisel, kleinmütige Schulplanung am Hertinger Tor und in der Einflugschneise… rief die Grüne Fraktionsvorsitzende zu verstärkter Bürgerbeteiligung „für das bunte, offene, liebens- und lebenswerte Unna“ auf.

In ihrer Tandem-Rede rockten die Grüne-Jugend-Sprecherinnen „total motiviert“ den Saal. Neugründungsmotorin Sarah-Lee Heinrich übergab charmant, gewitzt und gerührt die Sprecherinnenrolle an „unglaublich starkejunge Frau“ Eva-Lotta Vogt. „Gemeinsam haben wir mit Aktivist*innen der ganzen Welt für den Erhalt des Hambacher Waldes gekämoft. Und zwar mit Erfolg, denn: HAMBI BLEIBT!“. Die Grüne Jugend, in zwei Jahren von 5 auf 25 Mitwirkende gewachsen, arbeitet aktuell Feminsmus auf. Danach steht Wirtschaft und Umwelt an. Und natürlich ab sofort Europawahlkampf. „Für ein Europa, in dem der Mensch im mittelpunkt steht, und nicht die Nationalität. Ein Europa, in dem wir nachhaltigkeit vor Gewinnmaximierung setzen. Ein Europa, in der die Utopie einer Welt ohne Grenzen im kleinen Wirklichkeit werden kann!“ Und mit einem optimistischen Schluß: „Unterschätzt die Jugend nicht, wir werden große Dinge bewegen!“ Bei der strahlenden Aura der beiden applaudierten die Alten im Schalander besonders angesteckt.

Die erste der traditionellen Ehrungen im Geiste des Zauberers von Oz ging an das Hebammen-Team des Geburtshauses.  In ihrer Würdigung schilderte Uta Steinmaus vom Grünen Vorstand die unmöglichen Rahmenbedingungen für Hebammen in Deutschland. „Hier in Unna haben wir es vergleichsweise gut. hier haben 2004 Ulla Kayser und Christine Falk das Geburtshaus in der Wasserstraße gegründet. Es bietet Frauen und ihren Partnern individuelle Begleitung vor, Während und nach der Geburt“. „In jedem Anfang liegt ein Zauber inne…“ mit der anmutigen Zeile aus dem Rilke-Gedicht Stufen begann Uta Steinmaus ihre Rede. Und es hatte etwas Zauberhaftes, dass die  Vorrednerin Eva-Lotta im Geburtshaus ihre erste Lebensstufe betrat. Und am Rande kam dann auch noch raus, dass die ersten Zusammenkünfte der Hebammen in den frühen 90ern im SpontUN stattfanden (damals in der Gesellschaftsstraße gelegen).

Zum Abschluß gab es ein Lobessummen von Vorstandsfrau Patricia Morgenthal auf die Honigdiebe-AG der Peter-Weiß-Gesamtschule. Seit 1986 arbeitet die AG. Sie war die Grundlage für den Schulgarten mit Hochbeeten und Gewächshäusern und allerlei Getier, der jetzt statt geplanter Bebauung das Schul- und Stadtleben bereichert. Schön ist es zu erleben, dass Katrin Fahrenhorst jetzt als Lehrerin die Arbeit ihres Vaters (zufällig wurde Mutter Jenny schonmal für den Schulgarten grün geehrt) weiterführt, wobei der Alte natürlich nicht vom Honig lassen kann. Aus den Generationen von Bienenbetreuer*innen sind nicht alle imker geworden, aber „es geht darum, Zusammenhänge in unserer Umwelt zu verstehen – und die zeigen uns die Bienen sehr deutlich.“ Dr. Fahrenhorst in seiner aufgerührten und anrührenden Dankesrede. Patricia Morgenthal hatte auf den Bestseller „Die Geschichte der Bienen“ verwiesen, in dem realistisch aufgezeit wurde, wie eine Welt ohne Bienen aussähe. Für ein langes und fröhliches Brummen in Unna verteilten Schüler*innen der Honigdiebe 150 Tüten westfalentypischen Bienenwiesensamen an das Publikum, „damit wir uns diebisch auf die Produktion der nächsten Honigdiebe-Generationen freuen können.“ (Patricia Morgenthal)

100 Jahre nachdem auch Unnas Frauen erstmals wählen durften und wählten, öffneten sechs dynamische Frauenreden den Raum für hoffnungsfrohe Gespräche über zukünftige Politikprojekte in Unna, Europa und der Welt. Bei aller Freude über die vielen ehrenamtlichen und auch professionellen Initiativen in Unna, hoffen die noch nur 67 Grünen auf Mitinstandsetzer*innen der freundlichen Zukunft!“ Übrigens wurde Unna auf jeden Fall bunter. 100 Regenbogen-Schnürriemen gingen unter`s Publikum. Sie sind Reste der Vielfalts-Kampagne von Terry Reinke. Die Grüne Europa-Abeordnete, erfand sie für die Fußball-WM in Russland. Putin hatte schwul-lesbische Aktion brachial verboten – aber traute sich dann nicht, den tausenden an die Socken zu gehen, die mit den bunten Schnürriemen Farbe zeigten! Unna ist lange und offen bunt, da dürfen wir unsere Farbenfreude einfach aus Spaß offen tragen!

 

 
     
     
     

 

 

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Grüne beantragen eine Ampel an der Kreuzung Massener Hellweg / Bahnhofstraße

In der kürzlich veröffentlichten Verkehrsanalyse zu 3 Massener Knotenpunkten des von der Kreisstadt Unna beauftragten Gutachterbüro Brilon Bondzio Weiser, wurde erneut aufgezeigt, dass besonders an der besagten Kreuzung der enorme Verkehrsfluss geregelt werden muss.
Auch ohne die Ansiedlung von einem kombinierten EDEKA / Aldi Markt ist der Verkehrsfluss zum Vorteil der Massener Bürger*Innen mit einer Signallichtanlage zu verbessern.

2019_01_25_Installation_einer_Lichtsignalanlage_Massener_Hellweg_Bahnhofstraße

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